Ein Grill für eine Wurst?

Eine bemerkenswerte Entwicklung, oder? Früher haben wir uns an der Tanke Sechserträger, Chips und einen Einweg-Grill gekauft und haben uns an die Teiche geschmissen, um den Feierabend zu gestalten. Bei der Bundeswehr haben wir dann erfolgreich Alles auf Allem gegrillt. Hat auch geschmeckt. Dem Elektrogrill auf dem Balkon unserer Wohnung kann ich bis heute weder in Stil noch in Geschmack etwas abgewinnen. Aber illegal war es irgendwie, ya.

Nun – gereift zum Hausbesitzer – habe ich vor 3 Monaten zum Beginn der Saison wie alle meine Nachbarn auch einen Grill gekauft. Doch anders als in den Jahren zu vor ist es dieses Mal kein „Grill für eine Wurst“. Nein, es ist ein Grill, für den ich im Vorfeld eine Grill-Bibel, eine passende Zange, einen Anzünder, passende Rostreinigungsflüssigkeit und diverse weitere Assets geschenkt bekommen habe.

Ich konnte mir also gar keinen anderen Grill kaufen. Es scheint ein Grill für die Ewigkeit zu sein (zumindest von der monetären Bewertung her vergleichbar mit einem Möbelstück). Ey Weber, wer auch immer du bist: du hast mich weberisiert. Und das finde ich blöd.

Mir geht es doch nicht alleine so, oder? „Einen Weber, oder?“ schallt es grundsätzlich als Antwort auf eine Randbemerkung zurück, dass man jetzt auch einen Grill habe. Dabei ist das „oder“ mehr ein „bestimmt“.

Von Koschi weiß ich, dass es auch noch andere Marken gibt. Es gibt Konkurrenzgrillseminare und bestimmt auch andere Hersteller von speziellen Burgerzangen.

Logische Konsequenz des Grillhypes: wir brauchen den Trend zum Wintergrillen, damit es eine Ganzjahreskonjunktur gibt. Unser Grill ist auf jeden Fall farblich auch auf diese Saison vorbereitet. Der offizielle Farbton „Creme“ kann auch als schneeweiß durchgehen.

Ob ich geschmacklich was bemerkt habe, kann ich noch nicht bestätigen. Der Stichprobenumfang ist für den Zwillingspapa noch zu gering – mir ist das vom Aufwand her alles immer ein bisschen zu anstrengend.

Musikalisch hätte ich jetzt gerne nen Song über nen Grill oder ne Wurst gepostet – gibt es aber leider nicht. WEBER! GIBT ES NICHT!

Von daher bleibt dieser Artikel stumm.

Stay up all night!

So, Musik für ein paar Stunden Flug ist aufgeladen. Darunter auch eine der geilsten Post-Punk-Perlen der letzten Jahre, die sich auf die Endgeräte geschmuggelt hat. Seit zirka 2 Jahren in meiner Mediathek, bis jetzt aber nahezu zu unrecht ungespielt.hier handelt es sich nicht um Green Day sondern um die grandiosen Street Dogs aus Boston. Klingt zwar anders als Bosstones oder die Dropkick Murphys, geht aber stark nach vorne. Und ich jetzt trotzdem ins Bett.

Dies, Das, Arbeit und so

Völlig unerwartet hab ich gestern ein seit langem mal wieder intensives Gespräch über gute Musik geführt. Gut, es war laut, der Burger war fettig und der Knoblauch-Dip scheint sich immer noch pelzig auf meine Zunge zu legen. Aber im Prinzip ist das egal. Gefühlte 2 Stunden habe ich mit meiner Kollegin Caro eine Reise in unsere Mixtapes von damals gemacht. Festgestellt, das wir auf dem Tape dieses und auf dem Tape jenes hatten, auf dem Konzert das am Besten und überhaupt Nada Surf und keine Ahnung. Ich weiß nicht wirklich, ob wir R.E.M. thematisiert haben, aber ich habe beute am frühen Morgen unbedingt Finest Worksong hören müssen. Vielleicht auch als Ausblick auf den Tag. Ich weiß es nicht.

Jetzt ist der Tag vorbei, ob es “my finest Workday” war weiß ich nicht. Aber der Song ist großartig. Und nächstes Mal bin ich vorbereiteter auf Musikdiskussionen. Ich muss einfach wieder mehr auf Konzerte gehen.

Last Train to… Frankfurt

2013 war ein Jahr mit vielen Zugfahrten. Für die Letzte hab ich mein iTunes beauftragt, mir meine seit langem nicht gehörten Jugendsünden zusammenzustellen, die ich mit mehr als 4 Sternen bewertet habe. Diese Mischung in einem völlig überfüllten Zug mit Menschen, die sich in Vorfreude auf Ihre Weihnachtsurlaube (denn da fahren die hier scheinbar alle hin) anrempeln, wegschubsen und anschreien, fördert meine gedankliche Abgrenzung von den komischen Leuten hier. Ich bin ja schliesslich auch beruflich hier im Zug. Quasi.

Ok everybody, lie on the Floor and keep calm!

“Last Train to Trancentral” von KLF

Hier jetzt drei weitere Perlen der Liste

Utah Saints “Something good”
Ich hab den Song damals immer aufgelegt. Das war das Maximum Elektronik, was es neben KLF und EMF auf meine Plattenteller geschafft hat. Und der Track fördert bei mir das schlechte Gewissen, mal mehr Kate Bush zu hören.

Hier anhören

Presidents of the United States “Peaches”

Moving to the Country! Ess ne Menge Pfirsiche. Genau. So verkauft man vor ein bis zwei Jahrzehnten gute Songs.

 

The Levellers “Far from Home”
Ich liebe diesen Song. Er diente vor allen Dingen damals als kreative Vorlage für die Folk-Punk-Reminizenz “Mr.Duncan”, die wir mit Stumpfsin eingespielt haben. Lange lange ists her.

Dieses Biest ist frei

“Oh, am anderen morgen!”

Freunde, Warnung an alle, die in den nächsten Tagen mit mir Auto fahren. Selig’s Kracher “Arsch einer Göttin” hat es wieder in meine Heavy Rotation geschafft. Ich bin nachweislich ein großer Fan von Jan Plewkas Stimme, was mich bei dieser Stimmbänderherausforderung dazu zwingt, laut mitzubrüllen. Macht mir einfach Spaß! Da man als verantwortungsvoller Vater beide Hände am Steuer haben sollte, kann ich leider keine Luftgitarre vom Rücksitz holen! Also, sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt! Ach ja, danke für diese Zeile:

“Und ich kroch auf meiner Seele für einen Streifzug ihrer Sinnlichkeit!”